16.07.2026
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Nachhaltigkeit darf kein Extra mehr sein

Produkte neu denken, regionale Möglichkeiten nutzen und offen sagen, was noch nicht gut läuft: naturbo-Geschäftsführer Michael Weihele setzt auf einen direkten und pragmatischen Umgang mit Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit wird immer gern als besonderes Merkmal verkauft. Als Zusatz, für den man sich bewusst entscheidet. Für Michael Weihele, Geschäftsführer des Allgäuer Unternehmens naturbo für Lehmputz Trockenbau, ist das nicht mehr zeitgemäß.

„Nachhaltigkeit darf heute keine Option mehr sein. Sie muss zum normalen Standard werden“, sagt Weihele. Dabei gehe es nicht darum, sofort überall die perfekte Lösung zu haben. Aber Unternehmen müssten noch konsequenter nach besseren Lösungen zu suchen.

Für Michael Weihele,  Geschäftsführer von naturbo, ist Nachhaltigkeit kein Extra. Er setzt auf einen direkten und pragmatischen Umgang.

Produkte nicht nur weniger schädlich machen 

Der erste Schritt beginnt bei den Produkten selbst. Häufig lautet das Ziel noch immer: weniger Material, weniger Energie, weniger Schadstoffe. Das ist richtig, reicht Weihele aber nicht. „Wir sollten Produkte nicht nur weniger schädlich machen. Die spannendere Frage ist doch: Was kann ein Produkt positiv beitragen? Kann es CO2 speichern? Lassen sich Materialien später wiederverwenden? Können Rohstoffe in einen Kreislauf zurückgeführt werden? Und was passiert mit einem Produkt, wenn es nicht mehr gebraucht wird? “  

Gerade beim Bauen lohnt sich dieser Blick. Die eingesetzten Materialien bleiben häufig jahrzehntelang im Gebäude. Später lassen sie sich oft nur schwer voneinander trennen oder entsorgen. Lehm bietet hier Vorteile. Der natürliche Baustoff kann grundsätzlich erneut aufbereitet und wiederverwendet werden, sofern er nicht mit ungeeigneten Stoffen vermischt wurde. 

Regional einkaufen, wo es sinnvoll ist 

Auch regionale Lieferketten spielen für Weihele eine wichtige Rolle. Die vergangenen Jahre und auch die aktuelle Situation machen deutlich, wie schnell internationale Lieferwege ins Stocken geraten können.

Regionale Partner und Lieferanten sorgen für kürzere Wege, stärken Betriebe vor Ort und können die Versorgung verlässlicher machen. Allerdings funktioniert Regionalität nicht bei jedem Produkt und in jeder Situation. „Man kann nicht alles regional einkaufen. Aber wenn es möglich und sinnvoll ist, sollte man die Chance nutzen“, sagt Weihele.

naturbo entwickelt und produziert seine Systeme im Allgäu und arbeitet mit regionalen Partnern und Fachbetrieben zusammen. Auch hier gilt jedoch: Regionalität ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann abhakt. Lieferwege und Bezugsquellen müssen regelmäßig überprüft werden.

Auch sagen, was noch nicht gut genug ist 

Der dritte Punkt ist für Weihele echte Transparenz. Unternehmen berichten gern über das, was bereits gut läuft. Glaubwürdig wird Nachhaltigkeit aber erst, wenn auch die offenen „Baustellen“ benannt werden.

„Wir müssen ehrlich sagen, wo wir gut sind – und genauso offen, wo noch Luft nach oben ist.“ Bei naturbo betrifft das beispielsweise die Verpackungen. Das Unternehmen hat bereits Verbesserungen umgesetzt, sieht aber weiterhin Handlungsbedarf. Nicht jede Verpackung lässt sich sofort vermeiden oder ersetzen. Trotzdem müsse das Ziel klar bleiben: weniger Material einsetzen und bessere Lösungen finden.

Für Weihele ist Nachhaltigkeit deshalb kein Trend oder Zeitgeist, sondern eine klare Arbeitsrichtung. Sie braucht neue Ideen, realistische Schritte und die Bereitschaft, eigene Entscheidungen immer wieder zu hinterfragen. „Wir sollten positiv an das Thema herangehen und Freude daran haben, Dinge besser zu machen“, sagt er. „Und ganz direkt: Wir sollten nichts verbauen, von dem wir heute schon wissen, dass es uns morgen Probleme macht.“

Seine Gedanken zu Produkten, Regionalität und Transparenz erläutert Michael Weihele auch in einem kurzen, von news aktuell veröffentlichten Video. Das Statement ist im Presseportal von na•news aktuell, einem Unternehmen der dpa-Gruppe abrufbar

Nachhaltigkeit muss dabei nicht sofort perfekt sein. Aber sie sollte bei jeder Entscheidung mitgedacht werden – nicht erst dann, wenn sie sich gut vermarkten lässt.

 

Über naturbo
Die Lehmputz Trockenbausysteme GmbH & Co KG im Allgäuer Görisried wurde 2017 gegründet. Unter dem Markennamen „naturbo“ vertreibt sie ihr Produktportfolio. Kern des Sortiments ist ein vielseitiges Lehmbauplattensystem. Die Lehmplatten sind optional mit Rohren für Flächenheizung und -kühlung an Wand und Decke sowie mit Innendämmung erhältlich.

naturbo steht für öko-intelligentes Bauen und Sanieren. Ziel ist die ökologische, nachhaltige und ökonomische Optimierung der Produkte – insbesondere mit Blick auf Produktionsabläufe, die Performance während der Lebensdauer und die Themen Re-Use bzw. Recycling. Gleichzeitig hat sich naturbo der Schaffung eines natürlichen, gesunden und behaglichen Raumklimas verpflichtet. 

Erfahren Sie mehr über naturbo auf https://www.naturbo.de
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© naturbo

Michael Weihele
Für den Geschäftsführer von naturbo ist Nachhaltigkeit kein Extra. Er setzt auf einen direkten und pragmatischen Umgang.

Michael Weihele
„Nachhaltigkeit darf auch Spaß machen. Und: nichts verbauen, von dem wir heute schon wissen, dass es uns morgen Probleme macht.“

Ehrlich nachhaltig, statt nachhaltig wirken
3 ehrliche Statements von naturbo-Geschäftsführer Michael Weihele zum Thema Nachhaltigkeit:
https://www.presseportal.de/voices/pm/174911/40000063